People — 23. March 2012 22:10

Stephan Hoursch, PR-Berater

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Sich selbst bezeichnet er als “Viel-Leser und Gerne-Esser”. Manchmal ist’s vielleicht auch anders herum. Aber das läuft ja irgendwie auf’s Gleiche hinaus. Passend jedenfalls, dass er mit “Kunden gerne ans Eingemachte geht”. Hamburger von Herzen, Kaufmannssohn, Historiker. Dann die Agenturen Burson-Marsteller, Cohn & Wolfe, Edelman. Trotzdem: Verheiratet mit einer Sizilianerin.

Ende 2003 gründet er mit seinem langjährigen Agenturpartner Klenk & Hoursch. Seit Anfang 2004 bin ich dabei und schätze sein Bauchgefühl für Mäuse und Menschen, seine großartigen Geschichten zwischen “Eyeball Whitener” und “stand er da mit dem Gullydeckel in beiden Händen” und seine glänzende Schreibe. Kurz, hart, heftig. Glosse als Prinzip. Eine meiner Favoriten, gerade jetzt, wo der Frühling kommt: Quellende Leiber.

Stephan hat auch die zwölf Werte von Klenk & Hoursch getextet. Zu dem Wert Ordnung pflegt er ein besonders enges Verhältnis. Man kann die Liebe förmlich lesen: ”Wir wollen finden, nicht suchen. Wir wollen uns Besonderem widmen können und nicht auf das Alltägliche und Selbstverständliche konzentrieren müssen. Deshalb ist Ordnung für uns kein Zustand, sondern ein Prinzip. Wir glauben nicht an das “kreative Chaos”, sondern an systematische Kreativität.”

Was bewegt dich gerade?

Ein paar gesundheitliche Probleme.

Wie nimmst du dich wahr?

Als einen, der gerade irgendwie stecken geblieben ist. Nennt man wohl Midlife Crisis.

Wofür stehst du morgens auf?

Um mit Menschen zusammen zu sein, die ich mag.

Was tust du morgens als erstes?

Grunzen. Und dann mit Frau und Kind kuscheln.

Kümmert es dich, was andere über dich denken?

Ja. Sehr. Das ist ja auch eine ganz wesentliche Motivation für Kommunikation. Nur Autisten ist das (scheinbar) egal.

Hast du besondere Essgewohnheiten?

Abends unersättlich. Und Erdnussflips bleiben eine unwiderstehliche Versuchung.

Womit beschäftigst du dich beruflich im Augenblick?

Das hat sich eigentlich noch nie verändert: Ich bin immer vollauf damit beschäftigt, eine in meinen Augen richtig gute Leistung zu erbringen. Bei komplexen Aufgaben und bei ganz einfachen und bei den ganz vielen dazwischen.

Wie geht es dir mit dem Älter werden?

Ich mag es nicht.

Wenn du nicht in Frankfurt leben würdest, wo dann?

Berlin oder Hamburg.

Drei Geräusche, die du liebst…

a/ Das Rauschen von meinem Blut, wenn ich nachts Ohrenstopfen drin habe.
b/ Das Lachen meiner Frau und das Gerede meines Sohns.
c/ Dieses merkwürdige Weithörenkönnengeräusch in den ersten Frühlingstagen.

Die Bilder sind vor einigen Tagen bei einem Diskussionsabend mit Prof. Dr. Gesine Schwan in der Wohnung von Stephan Hoursch entstanden. Stephan war in seiner Berliner Studienzeit Wissenschaftliche Hilfskraft von Frau Schwan.

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