Pieces — 17. March 2012 10:46

Mein Hornschuh-graues Sideboard

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Zu der Kommunität, in der ich aufgewachsen bin, gehörten auch befreundete Künstler, Architekten und Designer. Und noch heute bin ich dankbar für die ästhetische Blickschule durch denkmalgeschützte Rückbauten, Bulthaup-Prospekte, USM-Regale, Corbusier-Liegen, Fritz-Hansen-Stühle, die richtigen Korkstöße, die richtigen Türgriffe, das richtige Grau. Und für eine Mutter, die ihre Examensarbeit über das Bauhaus schrieb.

Not macht noch immer erfinderisch

Auf der Suche nach dem perfekten Sideboard entschied ich mich aufgrund von hohen Ansprüchen und niedrigem Budget, das Möbel selbst zu bauen. Vorbild sollten die zeitlos-ewigen USM-Proportionen von Fritz Haller sein, als Material kam nur Holz in Frage. Die Farbe war ebenfalls schnell geklärt: Hornschuh-grau. Und natürlich gibt es eine Geschichte dazu.

Gnadenthal, der Ort aus dem ich komme, ist stark geprägt durch die Arbeit des Architekten Günther Hornschuh. Er war Mitglied der Planungsgruppe Stieldorf, aus deren Feder das Bundeskanzleramt in Bonn, das Funkhaus Deutsche Welle in Köln oder das ZDF-Sendezentrum in Mainz stammen. Eines seiner “Signatur-Elemente” war ein ganz eigenes Grau, das u.a. Tür- und Fensterrahmen in Gnadenthal schmückte. Für mich Kindheit pur.

Spannung durch Asymmetrie

Aus 18 Millimeter starker Tischlerplatte entstand dann ein knapp 2,30 Meter breites Sideboard mit sechs Fächern (3×2). Für Spannung sorgt der um 18 Millimeter nach oben gehobene mittlere Boden, für Abstand zu USM Haller der selbst entworfene Sockel. Auf die Grundierung wurden drei Schichten Lack aufgetragen, glänzend.

Dimensionen, in Millimeter und Euro

Breite: 2.280mm
Höhe: 795 mm
Tiefe: 375 mm
Fachtiefe: 370 mm
Gewicht: 55 kg
Preis: 1.350 Euro
Lieferzeit: 2 bis 3 Wochen

Das Sideboard gibt es auch mit 2×2 Fächern (900 Euro) und 2×3 Fächern (drei Fächer übereinander, 1.350 Euro) und mit Extrafarbe innen (+100 Euro).

 

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