Pieces — 6. February 2012 01:22

Elli’s schwäbischer Hefezopf

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In einer hessischen Kommune unter Schwaben aufgewachsen, gehört für mich ein Hefezopf mit Butter zum denkbar Besten, das man aus zwei Pfund Mehl machen kann. Ellis erste Versuche (ohne Zucker und Butter, dafür 40 Minuten im Ofen) waren immerhin mit Liebe gemacht. Und “hartes Brot” für den Rezipienten. In den letzten zehn Jahren hat sie allerdings Tipps und Tricks von drei der zehn besten Zopfbäcker der Welt gesammelt: Br. Viktor, Tante Christa, Dietermann. Heute sind ihre Hefezöpfe ein Ereignis, mit dicken Scheiben kalter Butter ein Erlebnis und mit Nutella obendrauf kaum zu beschreiben. Man muss sie essen, um es zu fühlen…

Zutaten

500 g Mehl
50 g Zucker
20 g Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
1 Ei (und eins zum Bestreichen :-)
80 g Butter oder Margarine
¼ bis 1/8 Liter Milch
1 Prise Salz
Etwas geriebene Zitronenschale
1-2 Esslöffel Zitronensaft
Wichtig: Milch, Ei, Butter müssen Zimmertemperatur haben. 

Zubereitung

1. Mehl, Trockenhefe, Zucker, Ei, weiche Butter, Salz, Zitronenschale in eine Schüssel geben.
2. Bei Verwendung von frischer Hefe diese mit etwas warmer Milch und Zucker vermischen und 10 Minuten gehen lassen, anschließend zu den übrigen Zutaten geben.
3. Langsam lauwarme Milch hinzugeben und kräftig und lange, lange, lange kneten bis sich der Teig von den Händen und der Schüssel löst.
4. Teig an warmem Ort oder im Backofen (kurz auf 50 °C vorheizen) ca. ein bis zwei Stunden gehen lassen.
5. Teig in drei Teile zerteilen und zum Zopf flechten. Nochmals kurz gehen lassen.

Damit der Zopf schön glänzt, mit etwas flüssiger Butter oder Eigelb bestreichen.

Backen

Etwa 25 Minuten bei 175 °C Umluft im vorgeheizten Ofen backen.

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6 Comments

  • … Hefegebäck…. (im besonderen natürlich Mohnschnecken…) mmmmmmhmmmmm.
    und eine Frage: würden die besten Zopfbäcker der Welt mitteilen wollen, welches Mehl genau?

  • Liebe Maud, sie würden and the winner is: ganz normales Weizenmehl (Typ 405). Als verantwortungsvolle Besseresser ersetzen wir aber manchmal einen Teil des Weizenmehls durch Dinkelmehl (Typ 630) – aber maximal 50%. Zu gesund darf ein Hefezopf auch nicht schmecken :-) Viel Spaß beim Backen!

    • und jetzt stell dir vor – ich vollkornverweigererin würde sogar einen teil “normales” mehl mit chapati atta ersetzen… (warum kann und darf es eigentlich sein, dass es für mehl keine standardisierten typen gibt?) (wenn die in Brüssel das wüssten…). werde sofort recherchieren was Dinkel und 630 auf norwegisch sein könnten (tipo 00 gehört auch zum forschungsprojekt…). sollte ja zu schaffen sein, bis sonntag… Danke!

  • gescheitert. es bleibt bei siktet hvetemel. ohne Nummer. die viel schönere Herausforderung (wenn auch viel weniger erfolgsversprechend im Land des staatlichen Alkoholverkaufsmonopols) wäre tatsächlich, die Fastenzeit mit Fastengetränkfunden zu verkürzen…

    • Habe mal sechs Monate in Belfast gelebt und in einer Art Kloster gekocht. Fastenzeit hieß: 40 Tage Lentil Soup. Habe mit viel Kreativität dafür gesorgt, dass die Zölibatären sagen mussten: “Wir haben noch nie so gut gegessen, wie in der Fastenzeit, you crazy German!” :-)

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